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Land und Leute

Israel, gut vier Flugstunden von Deutschland entfernt, ist gerade mal so groß wie Hessen. In dem Land leben 7,7 Millionen Menschen. Seine Hauptstadt ist Jerusalem. Israel ist der erste und bislang einzige demokratische Staat im Nahen Osten – so multikulturell und multiethnisch wie kaum ein anderes Land. Denn seit seiner Gründung strömten Menschen aus aller Herren Länder in den Staat, der die neue Heimstatt der Juden wurde.

Israel entstand auf dem Gebiet des nach dem Ersten Weltkrieg von Großbritannien kontrollierten Palästinas. Im November 1947 stimmte die Vollversammlung der Vereinten Nationen für die Errichtung von zwei Staaten in diesem Gebiet - einem jüdischen und einem arabischen. Die Juden nahmen die Teilung an, die Araber lehnten sie ab.

Nach Beendigung des britischen Mandates am 14. Mai 1948 proklamierte der künftige Ministerpräsident David Ben Gurion die Errichtung des Staates Israel. In der Erklärung zur Staatsgründung heißt es: „Israel bietet allen Nachbarstaaten und ihren Völkern die Hand zum Frieden und zu guter Nachborschaft.“ Doch weniger als 24 Stunden später drangen die Armeen fünf arabischer Länder in den neuen Staat ein.  Nach mehr als einem Jahr hatte Israel seine Angreifer besiegt und seine Unabhängigkeit verteidigt.

Literaturtipps:

David Ben Gurion: Israel – Der Staatsgründer erinnert sich, Fischer Taschenbuch Verlag, 1998
Golda Meir: Mein Leben, Verlag Hoffmann und Campe, 1975
Tom Segev: Es war einmal ein Palästina, Pantheon Verlag, 1999
Tom Segev: Die ersten Israelis, Pantheon Verlag, 2010
Tom Segev: 1967 – Israels zweite Geburt, Pantheon Verlag, 2009