Hinweis

Herzliya

Exklusive Wohnanlagen, Glaspaläste neben den für die mediterrane Region so typischen weißgetünchten Häusern , Hightech-Firmen, Israels größter Yachthafen und mehr als fünf Kilometer feinster Sandstrand - das alles bietet Herzliya. Die Stadt an der israelischen Mittelmeerküste liegt gerade mal  15 Kilometer nördlich von Tel Aviv und hat sich innerhalb nur eines Jahrhunderts von einer unbedeutenden landwirtschaftlichen Siedlung zu einer der modernsten, größten und wohlhabendsten Städte des Landes entwickelt. Zur Staatsgründung im Jahr 1948 zählte der Ort in der fruchtbaren Sharon-Ebene 500 Einwohner. Heute leben dort 97000 Menschen.

Geschichte

Es war ein Herbstsonntag, genauer der 23. November 1924, Israel war da noch gar nicht geboren, da trafen sich sieben zionistische Pioniere, darunter der aus Deutschland stammende Yitzchak Binder, auf einem kleinen Hügel nördlich von Tel Aviv. Dort, wo heute die Weizmann-Schule steht, errichteten sie eine Hütte. An dieser Stelle schlug die Geburtsstunde von Herzliya.  Die Männer benannte ihre Siedlung nach Theodor Herzl (1860-1904). Der Schriftsteller („Der Judenstaat“) und Begründer des politischen Zionismus gilt als Vordenker und Wegbereiter des Staates Israel.  Sein Grab befindet sich jedoch nicht in Herzliya. Die sterblichen Überreste waren 1949 aus Wien nach Jerusalem überführt worden.

Wirtschaft und Tourismus

Die einzigartige Küste, eine hervorragende Verkehrsanbindung, ein lebendiges Kulturleben, ein Handels- und Hochtechnologiezentrum, Shopping Malls, Freizeit- und Unterhaltungszentren – sie machen Herzliya heute zu einer der gefragtesten Adressen in Israel. An den gepflegten Sandstränden stehen die wichtigsten, meist hochklassigen Hotels. Insgesamt gibt es in dem beliebten Urlaubsort mehr als  700 Hotelzimmer.
Das Herz der Wirtschaft schlägt auf 52 Hektar im neuen Stadtteil Pituach. Er empfängt den auf der Schnellstraße von Tel Aviv kommenden Besucher mit seinen hypermodernen gläsernen Bürohäusern am Ortseingang von Herzliya. Hier entstand ein Hightech-Park, ebenso ein Yachthafen – mit 800 Liegeplätzen übrigens der größte des Landes.  Führende Unternehmen der IT- und Biotechnologie-Branche haben hier ihren Sitz, darunter Microsoft, Siemens und Matrix.
Wachstum ist das Lieblingswort der Menschen in dieser außergewöhnlichen Stadt. Ihre Prosperität – allein zwischen 2005 und 2008 stiegen die öffentlichen Steuereinnahmen um 100 Millionen Schekel (20 Millionen Euro) - bildet die Basis für zahlreiche städtebauliche und wirtschaftliche Projekte.

Bildung

Mehr als 14000 Schüler und Studenten genießen die Vorzüge eines hervorragenden Bildungsstandortes. Allein im Jahr 2008 hatte die Kommune 45 Millionen Schekel (9 Millionen Euro) in Schulen, Vorschulen und Kindergärten investiert.  Am Herzliya Interdisciplinary Center (IDC), der ersten privaten Universität des Landes, lernen heute 3000 Studenten aus dem In- und Ausland. Die Universität ist auch Gastgeber der alljährlich stattfindenden IDC Conference, auf der Wissenschaftler, hochrangige Politiker und Gäste aus dem Ausland unter anderem Strategien für einen Frieden im Nahen Osten diskutieren.

Freizeit und Kultur

Herzliya bietet seinen Bewohnern aber auch abwechslungsreiche Freizeitangebote. Längst zählt die Stadt zu den wichtigsten Kultur- und Sportzentren des Landes. Diesen Ruf begründen unter anderem das Herzliya Ensemble Theater, die Herzliya Biennale für Zeitgenössische Kunst, das Herzliya Kammerorchester, das Museum für Zeitgenössische Kunst und die Cinematheque. Zudem gibt es viele Sportanlagen, einen Skate-Park und – für Israel noch lange nicht typisch – ein innerstädtisches Netz von Radwegen.
Im Norden der Stadt kommen Geschichtsinteressierte auf ihre Kosten. Dort grenzt das historische Apollonia an Herzliya. An diesem Ort legten Archäologen bauliche Überreste aus der Zeit der Perser, Griechen und Kreuzfahrer frei. Heute sind sie im archäologischen Park zu besichtigen.

Bildgalerie