Juli 2021

Buchlesung und Gespräch mit Yuval Rubovitch "Mit Sportgeist gegen die Entrechtung"

Liebe Vereinsmitglieder,

hiermit möchten wir Sie ganz herzlich zu Buchlesung und Gespräch mit Yuval Rubovitch "Mit Sportgeist gegen die Entrechtung" einladen.

Die Lesung findet am

20.7.2021, 19 Uhr im Garten der Villa Davignon,
in der Friedrich-Ebert-Str. 77, Leipzig

statt, bei schlechtem Wetter in der Villa.

Von Yuval Rubovitch wird es vorerst die letzte Lesung in Leipzig sein, da er im August Leipzig verlässt.

Das Buch widmet sich der Geschichte des Vereins Bar Kochba Leipzig der im Jahr 2020 100 Jahre alt geworden wäre.

Der jüdische Sport - sowohl bei paritätischen Vereinen bis 1933 als auch bei jüdischen Vereinen verschiedener politischer Strömungen - spielte eine zentrale Rolle im öffentlichen Leben der Juden Leipzigs. Die Geschichte dieser Sportvereine - vornehmlich des zionistischen Bar Kochba Leipzig, der der größte und bedeutendste war - ist auch ein Bestandteil der Geschichte der jüdischen Gemeinde und der Stadt Leipzig im Allgemeinen. Bar Kochba Leipzig hob das Selbstvertrauen der Juden Leipzigs in Zeiten, in denen sie entehrt, degradiert und entrechtet wurden. Gemeinsam mit anderen jüdischen Organisationen bereitete Bar Kochba die jüdische Jugend zur Auswanderung und Selbstrettung auf seinem Sportplatz in Leipzig-Eutritzsch vor. Diejenigen Vereinsleute, die sich retten konnten, trugen später auch im Staat Israel und der Diaspora zum öffentlichen Leben bei. Auch ihre Geschichten werden in diesem Buch erzählt.

(Quelle: https://www.skbarkochba.de/shop/Mit-Sportgeist-gegen-die-Entrechtung-Die-Geschichte-des-j%C3%BCdischen-Sportvereins-Bar-Kochba-Leipzig-p269104474)

Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

Juni 2021

Ausstellung Uferlos

In Gedanken an der Seite unserer Partnerstadt Herzliya

In den jüngsten Auseinandersetzungen zwischen der Terrororganisation Hamas, der de facto Regierung des Gazastreifens und dem Staat Israel wurden inzwischen mehr als 3.000 Raketen aus dem Gaza-Streifen auf israelische Städte und Ortschaften geschossen. In Gedanken sind wir als Städtepartnerschaftsverein bei allen zivilen Opfern des Konfliktes.

Mehrere hundert Raketen feuerte die Hamas auch auf den Großraum Tel Aviv ab, in dem sich unsere Partnerstadt Herzliya befindet. Die Menschen in Herzliya, wo Jüdinnen und Juden, Muslime, Christ/-innen, Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft und Weltanschauung in guter Nachbarschaft zusammenleben, sind daher von den Angriffen betroffen und leben in Angst. Wir stehen an ihrer Seite und hoffen, dass der Raketenbeschuss bald endet, die Waffenruhe hält und wieder friedvolles Leben einkehrt.  

Die jüngsten antisemitischen Ereignisse in Leipzig erfüllen uns mit Schrecken. Wenn offen Hass gegen Juden artikuliert wird und antisemitische Parolen gerufen werden, dürfen wir nicht weghören. Wir müssen uns diesem Antisemitismus entschieden entgegenstellen. Kritik an der Politik eines Staates darf nicht in eine Diffamierung seiner Bewohner und deren Religion umschlagen. Denn wohin Hass und Hetze führen können, sollte inzwischen allen klar sein. Jüdinnen und Juden müssen überall in der Welt sicher leben können, auch und insbesondere in Leipzig.

Für den Vorstand
Christopher Zenker
Oliver Hess
Michael Schmidt

Schalom – Solidarität mit Jüdinnen und Juden in Leipzig

Aufruf zur Kundgebung am 21. Mai 2021 um 18.00 Uhr

Sie leben unter uns – Menschen jüdischen Glaubens. Wir sind froh und dankbar, dass sich in unserer Stadt nach dem Verbrechen des Holocaust in der Zeit des Nationalsozialismus und seit der Friedlichen Revolution 1989 jüdisches Leben neu entwickelt hat. Wir bejahen die religiöse Vielfalt in der Stadtgesellschaft. Umso erschrockener sind wir darüber, dass mitten unter uns immer wieder Judenhass ausbricht.

Leider müssen wir feststellen: Antisemitismus ist nicht Vergangenheit.
Gesellschaftliche Probleme auf ein „Weltjudentum“ abzuwälzen, Juden für eine angebliche „Weltverschwörung“ verantwortlich zu machen und daraus gewalttätige Judenfeindlichkeit abzuleiten – das richtet mitten unter uns großen Schaden an. Das Leben von Menschen jüdischen Glaubens zu bedrohen, Synagogen zu beschädigen und diese Gewalt mit der Politik der Regierung von Israel zu rechtfertigen, ist unerträglich. All das bedroht das friedliche Zusammenleben in unserer Stadt und ruft unseren entschiedenen Widerstand auf den Plan.

Lasst uns ein deutliches Zeichen der Solidarität mit jüdischen Bürgerinnen und Bürgern, der Israelitischen Religionsgemeinde und ihren Einrichtungen setzen. Lasst uns eintreten für Toleranz, Gewaltfreiheit und Menschenrechte.

Darum rufen wir auf zur

Kundgebung am Freitag, 21. Mai 2021, um 18.00 Uhr

vor dem Haupteingang des Neuen Rathaus, Martin-Luther-Ring

Es werden sprechen:
Oberbürgermeister Burkhard Jung - Küf Kaufmann, Vorsitzender der Israelitischen Religionsgemeinde - Dorothea Arndt, stellvertretende Superintendentin – u.a.

Es rufen auf:

Oberbürgermeister Burkhard Jung – Ev.-Luth. Kirchenbezirk Leipzig, Superintendent Sebastian Feydt und Pfarrerin Dorothea Arndt – Katholische Propstei St. Trinitatis, Propst Gregor Giele – Förderverein Synagoge und Begegnungszentrum Leipzig e.V., Gisela Kallenbach, Vorsitzende – Städtepartnerschaft Leipzig–Herzliya e.V., Christopher Zenker, Vorsitzender – Jüdisch-christliche Arbeitsgemeinschaft, Dr. Timotheus Arndt, Vorsitzender – Christian Wolff, Pfarrer i.R.

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