September 2020
 
Inzwischen geht der Sommer in Leipzig in seine Spätphase. Einige wichtige und liebgewordene Aktivitäten zu dieser Jahreszeit konnten diesmal nicht stattfinden. Der Besuch der ehemaligen Leipziger, den unser Verein immer eng begleitet, musste leider aufgrund der Corona-Lage von der Stadt Leipzig abgesagt werden. Treffen mit Freunden aus Israel wurden ebenfalls abgesagt. Wir konnten nur Verbindung über ferne Distanz halten. Für den Herbst 2020 planen wir wieder Vorträge für unsere Vereinsmitglieder und Interessierte. Die Planungen für die nächste Jüdische Woche in Leipzig 2021 laufen.
 

Einweihung der Station 18 der Sportroute Leipzig

Am 31. August 2020 um 17:00 Uhr lädt die Stadt Leipzig zur Einweihung der Station 18 der Sportroute Leipzig ein. Die Sportroutenstation 18 befindet sich am Leipziger Hornbach Baumarkt. 

Die Station 18 der Sportroute ist dem Sportklub Bar Kochba gewidmet, der August 1920 gegründet wurde und 2020 sein 100 jähriges bestehen hätte feiern können. 1921 erwarb er das heute dem Baumarkt stadteinwärts vorgelagerte Areal und eröffnete dort 1922 eine Platzanlage, welche bis 1938 genutzt werden konnte. Im Zuge der Reichspogromnacht am 9. November 1938 wurde sie beschlagnahmt. Das darauffolgende Schicksal des Vereins und seiner Mitglieder steht exemplarisch für das der weiteren jüdischen Sportvereine dieser Zeit.
 
Die Einweihung der Station der Sportroute findet im Vorfeld des Deutsch-Jüdischen Jahres „1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland“ 2021 statt, die Stadt möchte damit auch einen besonderen Akzent zum Thema Jüdische Sportvereine in Leipzig setzen. In Leipzig gab es zwischen 1919 und 1939 mehrere Sportvereine, die den Bürgerinnen und Bürgern jüdischen Glaubens das Sporttreiben ermöglichten und damit das Leben in der Sportstadt Leipzig bereicherten. 
 
Im Anschluss an die Eröffnung mit  Dr. Skadi Jennicke, Beigeordnete für Kultur, Dr. Anselm Hartinger, Direktor des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig, Küf Kaufmann, Vorsitzender der Israelitischen Religionsgemeinde Leipzig und Zsólt Balla, Landesrabbiner in Sachsen, präsentiert am Buchtisch der Autor Yuval Rubovitch seine Publikation „Mit Sportgeist gegen die Entrechtung. Die Geschichte des jüdischen Sportvereins Bar Kochba Leipzig“. Das unter Mitarbeit von Dr. Gerlinde Rohr erarbeitete Buch wird zur Einweihung der Station 18 der Sportroute Leipzig zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt.   
 
Einweihung Sportroutenstation 18 
Ort: Hornbach Baumarkt, Delitzscher Straße in 04129 Leipzig, vorderer Teil des Parkplatzes, nahe der Haltestelle der Straßenbahn Linie 16 
 
Termin: Montag, den 31.08.2020, 17:00 Uhr

14. Juli 2020 um 19:00 Uhr: Vortrag und Diskussion mit Gotthard Dietrich (Geschäftsführer der Rahn Education) - Campus Café Salomon, Salomonstraße 8, 04103 Leipzig

Gotthard Dietrich ist als Geschäftsführer der Rahn Education treibende Kraft Begegnungen zwischen Schülerinnen und Schülern aus seiner Schule in Leipzig und der Partnerschule in Herzliya voranzutreiben. Zudem hat er die Eröffnung von Leipzigs ersten koscheren Restaurant unterstützt und hat damit einen wichtigen Beitrag dazu geleistet jüdisches Leben in Leipzig sichtbarer zu machen.

In lockerer Atmosphäre im Café Salomon wollen wir mit Gotthard Dietrich über die Aktivitäten der Rahn Education für eine lebendige Städtepartnerschaft Leipzig-Herzliya, sowie seine persönliche Motivation sich in diesem Bereich zu engagieren ins Gespräch kommen.

März 2020

Liebe Vereinsmitglieder, liebe Freunde des Vereins,

der Coronavirus und der damit verbundene neue Alltag stellen uns alle vor neue Herausforderungen. Wir müssen uns wieder zusammenfinden und unseren neuen hauptsächlichen Aufenthalt zu Hause gemeinsam mit der Familie neu organisieren. Das ist für viele Menschen erst einmal sehr ungewohnt. Alles auf engerem Raum und draußen lockt der Frühling. Vieles macht uns natürlich Sorgen und beschäftigt uns sehr, auch wenn wir insgesamt zuversichtlich sind, dass wir diese Krise gut meistern werden. 

Auch wir haben unsere Vereinsaktivitäten reduziert, um die Ausbreitung der Krankheit möglichst gering zu halten. Dabei denken wir an alle, die mit uns verbunden sind und wir bemühen uns auf anderen Wegen die sozialen Kontakte aufrecht zu erhalten. In unserer Partnerstadt Herzliya sind die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus weitreichender als hier in Leipzig. Israel ist fast vollständig von der Außenwelt abgeschnitten.

Zu unseren Freunden und Partnern in Israel halten wir weiterhin guten Kontakt. Aufgeschoben und nicht aufgehoben sind unsere aktuell geplanten Projekte und Veranstaltungen. Wir hoffen auf ihr Verständnis.

Mit den besten Wünschen für eine gute Gesundheit für Sie und Ihre Familie.

Mit freundlichen Grüßen
Christopher Zenker